PSYCHOTHERAPIE

Psychotherapie wird heute nicht mehr mit Krankheit oder psychischer Störung assoziiert. Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten sind gut ausgebildete Fachleute, wenn es darum geht, psychische oder emotionale Probleme zu verstehen und neue Muster zu entwickeln, wenn es sinnvoll ist.

Wir alle haben den einen oder anderen anspruchsvollen Teil in unserer Persönlichkeit, haben Ecken und Kanten, mit denen wir und die Menschen in unserer Umgebung meistens gut zurecht kommen. Manchmal werden die Probleme aber drängender, oder wir verlieren durch äussere Umstände das Gleichgewicht. Oder wir werden müde, uns mit den immer gleichen Problemen herumzuschlagen und suchen nach neuen und besseren Lösungen. Dann ist der Psychotherapeut oder die Psychotherapeutin die richtige Adresse. Diese sind Fachleute, die eine langjährige Ausbildung und viel eigene Erfahrung mitbringen, wenn es um die Behandlung von psychischen Problemen geht.

Dabei ist die Frage, wie Menschen zu dem geworden sind, wie sie sind und wie sie sich verändern, eine äusserst interessante Frage. Wir gehen davon aus, dass wir im Laufe unseres Lebens unzählige Muster entwickelt haben und laufend weitere entwickeln. Die meisten Muster sind hilfreich und sie begleiten uns durch unser Leben, ohne dass wir darüber nachdenken. Wenn Sie in Ihr Auto steigen und losfahren, denken Sie keinen Moment darüber nach, welcher Fuss welches Pedal drücken muss, Sie machen das völlig automatisch, und das ist auch gut so.

Über psychische Muster denken wir in der Regel erst nach, wenn diese nicht mehr hilfreich sind oder nicht mehr passen, wenn sie stören oder gar Leiden verursachen. Dies kann z.B. dann der Fall sein, wenn sich unsere Umgebung, unsere Lebensumstände verändern. Leider können wir diese störenden Muster dann nicht einfach löschen, unser Hirn hat keine Delete-Taste. Veränderung passiert, wenn wir die gegebene Situation verstehen und den Mut und die aktive Mitarbeit aufbringen, neue hilfreiche Muster zu suchen und zu entwickeln. Neue Muster wollen eingeübt werden. Dadurch erlangen wir zusätzliche, erfolgreiche Möglichkeiten, unser Leben zu gestalten.
Das ist eine Möglichkeit, wie sich Menschen verändern. Die Frage, wie Sie denn sein möchten, kann oft wichtiger sein, als die Frage, woher ein bestimmtes Problem kommt.
Es kann vorkommen, dass es adäquat ist zu überprüfen, ob das, was ich mir vorstelle, auch dem entspricht, was zu mir als Individuum passt, ob es meinem Wesen entspricht.
Manchmal geht es nicht in erster Linie darum, ein Verhalten zu verändern, sondern darum, Verständnis und Akzeptanz für sich selber und die gegebenen Lebensumstände zu entwickeln.

Wie funktioniert Psychotherapie?

Psychotherapie ist zuerst einmal Kommunikation, es sind Gespräche zwischen Psychotherapeut/in und Klient/in. In diesen Gesprächen gehen die Beteiligten der Frage nach, was jemand braucht. Das Beschreiben der gegenwärtig schwierigen Lebenssituation, der erlebten Problematik und der Symptome stellt einen ersten Teil der Arbeit dar. In welche Richtung eine erwünschte Veränderung gehen könnte, ist ein weiterer Schritt. Es erfolgt eine erste Einschätzung des Aufwands. Manchmal braucht es weniger, manchmal mehr Zeit.

Wir fragen nach Ihrer aktuellen Lebenssituation, z.B. ob Sie alleine oder in einer Beziehung leben, Kinder haben, welchen Beruf Sie ausüben. Danach, was fehlt, was Sie sich wünschen, wohin Sie gehen möchten und was Sie schon versucht haben, um die Probleme zu lösen. Bei gewissen Fragestellungen beschäftigen wir uns ausführlicher mit Ihrer persönlichen Geschichte (Biografie) und mit Ihrem familiären Hintergrund.

Als Psychotherapeuten versuchen wir, einen sicheren Raum zu schaffen, wo Sie mit Ihren Fragen und Anliegen, mit Ihren Wünschen und Nöten ankommen können. Es ist wichtig, dass Sie sich ernst genommen und akzeptiert fühlen. Wir versuchen immer wieder, Ihnen einfühlsam, verständnisvoll und doch authentisch zu begegnen. Wir gehen davon aus, dass Menschen sehr unterschiedlich sind und deshalb auch individuell in ihren persönlichen Prozessen begleitet werden müssen.

PsychotherapeutInnen schaffen Bedingungen für Veränderungen. Es ist immer ein gemeinsames Suchen und Erkunden. Am besten geht es, wenn wir ein Team bilden, das gut zusammenarbeitet. Natürlich fliesst dabei unsere Erfahrung aus 30 Jahren psychotherapeutischer Arbeit ein.

Folgende Angebote haben wir in unserer Praxis:

Einzelpsychotherapie: Wir arbeiten mit den KlientInnen «unter 4 Augen».
Über die verschiedenen Methoden in der Einzelarbeit erfahren Sie unten mehr.

Körperpsychotherapie (Irma Loser): Neben dem verbalen Ansatz arbeite ich mit verschiedenen körperpsychotherapeutischen Methoden, welche einen direkten körperlichen Dialog mit Menschen ermöglichen. Veränderungen müssen sich «verkörpern», um nachhaltig zu sein.

Erziehungsberatung (Irma Loser): Ich berate Eltern in ihrer anspruchsvollen Erziehungsaufgabe. Ich helfe Ihnen dabei, neue Lösungen bei Konflikten im Erziehungsalltag zu finden.

Paartherapie (Othmar Loser): Ich arbeite mit einem Paar an den Themen und Inhalten, die für dieses Paar im Moment im Vordergrund stehen.

Familientherapie (Othmar Loser): Ich befasse mich zusammen mit einer ganzen Familie mit ihren Erfahrungen, Mustern und Schwierigkeiten und gebe ihnen Hilfestellungen für die Entwicklung von neuen Optionen.

Systeme stellen (Othmar Loser) in der Gruppe: Mit der Hilfe von Stellvertretenden stelle ich Anliegen und nicht-integrierte Persönlichkeitsanteile auf. Dadurch können prägende unbewusste Kräfte und Muster sichtbar und erfahrbar gemacht und kraftvolle neue Lösungen entwickelt werden.

Workshop primärtherapeutisches Atmen (Othmar Loser): Ich führe einmal im Jahr ein Wochenende Primärtherapeutisches Atmen durch. Primärtherapeutisches Atmen ist eine von Arthur Janov und Stanislav Grof entwickelte und von anderen Therapeuten weiterentwickelte Form von Psychotherapie. Mit Hilfe von vertiefter Atmung und unterstützender Musik ist es möglich, sich auf einen intensiven Prozess einzulassen und Zugang zu tiefen Schichten der Persönlichkeit zu schaffen. Das primärtherapeutische Atmen ist eine kraftvolle Form der Begegnung mit sich selber. Es geht um Integration von Ungelöstem und Unerledigtem auf allen Ebenen und um Transformationsprozesse auf dem Weg zur Ganzheit. In einem Umfeld, das viel Unterstützung anbietet, wird Loslassen und Hingabe ermöglicht, um dort anzukommen, wo wir ganz werden können.
Hier können Sie die Ausschreibung downloaden.
Der Workshop wird organisiert von Katrin Göldi, Vitalcenter Schwyz, Rubiswilstr. 11b, 6438 Ibach, Telefon 041 811 41 81, katringoeldi@gmx.ch. Dort bekommen Sie weitere Informationen und Sie können sich direkt bei Katrin Göldi anmelden.
Datum: 5./6. Januar 2019.
Ort: Haus Damai in 6422 Steinen
.

 

Organisationsentwicklung (Othmar Loser): Ich bin seit 2002 als Arbeitspsychologe zusätzlich in der Supervision, Team-, Führungs- und Organisationsentwicklung tätig. Ich kenne Firmen und Organisationen von Innen und ich weiss, wie die Verhältnisse sind und wie Mitarbeitende auf allen Stufen in diesen Umgebungen arbeiten. Die Tätigkeit als Psychotherapeut und Arbeitspsychologe ergänzen und befruchten sich gegenseitig.

 

Folgende Methoden setzen wir ein:

Gesprächspsychotherapie heisst nicht nur, dass das Gespräch in der Psychotherapie eingesetzt wird. Die Gesprächspsychotherapie beinhaltet eine spezielle Haltung, die personenzentrierte Haltung. Diese Haltung benutzt ein Beziehungsmodell: Als Psychotherapeuten sind wir aktive und professionelle Mitgestalter einer therapeutischen Beziehung, die in diesem Zusammensein entsteht und sich ausfaltet. Nicht der Psychotherapeut, die Psychotherapeutin steht im Zentrum des Geschehens, sondern die persönlichen Erfahrungen, das Erleben und das Verständnis der Welt des Klienten, der Klientin. Auch das Beziehungsgeschehen in der Therapie wird immer wieder reflektiert. Das gibt in der psychotherapeutischen Arbeit eher ein «Miteinander-tun» als ein «Von oben nach unten behandeln“.

Das Focusing unterstützt zyklische Wandlungsprozesse in einer Person, wenn sie sich ihrem inneren Erleben zuwendet. Dabei wird das körperliche Geschehen mit einbezogen.

In der Körperpsychotherapie wird der Körper mit seinen Erfahrungen und Erinnerungen in die Arbeit miteinbezogen. Es geht u.a. um Körperwahrnehmung, Atmung, Körperhaltung, um Ausdruck von Gefühlen, grundsätzlich um Beweglichkeit und Lebendigkeit der Menschen.

NLP und Hypnotherapie bieten weitere Interventionsmöglichkeiten, die gut in einer laufenden Psychotherapie eingesetzt werden können.

Trauma-Arbeit ist manchmal angezeigt, wenn jemand einer (einmaligen oder lange andauernden) traumatischen Belastung ausgesetzt war und aufgrund dieser Erfahrung an belastenden Spätfolgen wie wiederkehrenden Erinnerungen (Flash Backs) leidet.

Frequenz: In der Regel sehen wir eine Person einmal pro Woche oder alle zwei Wochen für eine Sitzung à 1 bis 1.5 Stunden. Diese Struktur kann je nach Situation und Bedürfnis angepasst werden.

Tarif: Der Tarif für eine Stunde (60 Minuten) Psychotherapie beträgt zwischen Fr. 180.- und Fr. 200.-.

Sie haben die Möglichkeit, Beiträge aus der Zusatzversicherung bei Ihrer Krankenkasse zu beantragen. Klären Sie ab, wie die Leistungen Ihrer Krankenkasse sind. Diese sind von Kasse zu Kasse verschieden, einige verlangen eine Verordnung Ihres Hausarztes.